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Berichte und aktuelle Informationen
zu Lehrgängen der 3A Deutschland.
Liebe Vereinsmitglieder, liebe Gäste, lieber Walter,
35 Jahre Übungsleitertätigkeit – das ist eine beeindruckende Zahl. Aber eigentlich geht es heute um viel mehr als um eine Zahl. Es geht um 35 Jahre Leidenschaft, Engagement und Herzblut für das Aikido und den MTV Ludwigsburg.
Ich selbst habe das große Glück, seit 28 Jahren von dir unterrichtet zu werden. Deshalb spreche ich heute nicht nur als Vereinsmitglied, sondern auch als jemand, der über viele Jahre erleben durfte, was dich als Menschen und als Lehrer auszeichnet. Auch wenn du inzwischen etwas kürzergetreten bist und freitags nur noch die Fortgeschrittenen in der Ha-Stufe unterrichtest, bist du für uns der wichtigste Orientierungspunkt in unserer Stilrichtung. Dass ich das Dojo übernehmen durfte, ist für mich ein großes Zeichen deines Vertrauens, für das ich dir von Herzen danke. Ich werde mein Bestes geben, den Geist unseres Dojos weiterzutragen: den respektvollen Umgang miteinander, die Freude am Aikido und die Gemeinschaft, die dir immer so wichtig waren.
Du hast nicht nur mich, sondern Generationen von Aikidoka ausgebildet. Dabei hast du uns nicht nur Techniken vermittelt, sondern Werte: Respekt, Geduld, Disziplin und den Gedanken, dass man im Aikido nicht gegeneinander kämpft, sondern miteinander wächst.
Dein Verdienst geht weit über das Training hinaus. Seit der Gründung unseres Dojos im Jahr 1990 – damals noch im Gymnastikraum der Uhlandschule – hast du aus einer kleinen Trainingsgruppe eine echte Gemeinschaft von vielen langjährigen Aikido-Begeisterten gemacht.
Viele unserer schönsten Erinnerungen gehen auf deine Ideen und deine Initiative zurück. Da waren und sind die Trainingswochenenden und Trainingswochen – auf dem Herzogenhorn im Schwarzwald, in den Eggbergen in der Schweiz oder in Thonon am Genfer See. Unvergesslich bleiben auch die Aikido-Seminarwochen an außergewöhnlichen Orten wie der Algarve in Portugal oder sogar in der Wüste Sahara.
Legendär waren auch deine 24-Stunden-Lehrgänge. Während der eine oder andere Teilnehmer im Laufe der Nacht an seine Grenzen kam, hast du als Lehrer die gesamten 24 Stunden mit uns auf der Matte gestanden – mit derselben Energie und Begeisterung wie zu Beginn. Dass hochkarätige Lehrer wie Kobayashi Sensei aus Japan, Maître Cognard aus Frankreich oder Paulo Salvadego aus Italien deiner Einladung nach Ludwigsburg gefolgt sind, zeigt die Wertschätzung, die du dir weit über unseren Verein hinaus erarbeitet hast, und dies hat unserem Dojo immer wieder ganz besondere Impulse gegeben.
Und nicht zuletzt gehören zu unserer gemeinsamen Geschichte auch die vielen geselligen Momente mit deinen Ludwigsburgern: Als Blitzlichter waren da Museumsbesuche, Konzertbesuche bei den japanischen Trommlern, die Maibockfeste mit den Old Shatters, die Eastern & Whiskey-Abende im November und die Grillfeste zum Beginn der Sommerferien. Als Initiator von Veranstaltungen wie dem Aiki Nightgroove oder der Faszination Japan zum 20 Jährigen Bestehen der Aikido-Abteilung des MTV Ludwigsburg hast du Aikidoka aus vielen verschiedenen Dojos Deutschlands nach Ludwigsburg gebracht um gemeinsam zu trainieren, Erfahrungen auszutauschen und neue Freundschaften zu knüpfen.
All diese Veranstaltungen hatten eines gemeinsam: Sie haben Menschen zusammengebracht. Du hast immer verstanden, dass Aikido nicht mit dem Verbeugen am Ende des Trainings aufhört, sondern dass Gemeinschaft auch außerhalb der Matte entsteht.
Im vergangenen Jahr wurdest du von Maître André Cognard mit dem 8. Dan ausgezeichnet. Diese Graduierung gehört zu den höchsten Ehrungen, die ein Aikidoka erreichen kann. Sie wird nicht für eine einzelne Leistung oder eine bestandene Prüfung verliehen, sondern ist die Anerkennung eines jahrzehntelangen Weges – eines Lebens, das dem Aikido gewidmet ist.
Der 8. Dan würdigt nicht nur dein technisches Können, sondern vor allem deine Persönlichkeit als Lehrer, deine Fähigkeit, Menschen auf ihrem eigenen Weg zu begleiten, und deinen unermüdlichen Einsatz für das Aikido. Er ist Ausdruck des Respekts und der Wertschätzung, die du dir über viele Jahrzehnte erarbeitet hast – weit über die Grenzen unseres Dojos und unseres Vereins hinaus.
Diese Auszeichnung steht für alles, was du in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaut hast: für die vielen Menschen, die du geprägt hast, für die Gemeinschaft, die unter deiner Leitung entstanden ist, und für die Werte des Aikido, die du uns vorgelebt und weitergegeben hast. Sie ist deshalb nicht nur eine Ehrung für einen außergewöhnlichen Aikidoka, sondern für einen Menschen, der das Leben vieler anderer bereichert hat.
Lieber Walter,
im Namen aller, die mit dir trainieren durften und dürfen, möchte ich dir von Herzen Danke sagen.
Birgit Bernhard
Vom 6. bis 11. Juli fand in Thonon-les-Bains am Genfer See ein Aikido-Seminar der 3A Deutschland statt, welches für viele Teilnehmende an eine lange Tradition anknüpfte. Seit den frühen 2000er Jahren wird dieses Seminar jährlich durchgeführt, und bereits in den 90er Jahren fanden am selben Ort Lehrgänge mit Kobayashi Sensei statt, bei denen schon einige unserer heutigen Lehrer als Teilnehmer auf der Matte standen.
In diesem Jahr leiteten Walter Oelschläger, 8. Dan, Shihan, und Monika Mager, 6. Dan, Shihan, das Training.
Das Dojo befand sich im Maison des Sports in der obersten Etage. Während draußen die Temperaturen bis auf 34°C stiegen, war es auch drinnen deutlich warm, zumal die Halle nicht klimatisiert war. Jeden Vormittag wurde von 8:30 bis 11:30 trainiert, mit bis zu 16 Teilnehmern auf der Matte. Die Kombination aus intensiven Aikido-Übungen und sommerlicher Hitze machte die Einheiten körperlich anspruchsvoll und erforderte einen weisen Umgang mit den eigenen Kräften.
Ein technischer roter Faden zog sich durch die Woche: Zunächst das Annehmen des Angriffs und der Versuch, eine Technik auszuführen. Im Laufe des Trainings wurde dann das Trainingsniveau gesteigert durch Bemühungen des Angreifers, diese Technik zu umlaufen. Daraus ergaben sich Situationen mit einem zweiten Technikversuch oder einem zweiten Angriff und einer weiteren Abwehrtechnik. Der Schwerpunkt lag dabei weitgehend auf den ersten vier Grundtechniken; nur in Einzelfällen wurden weitere Techniken hinzugezogen. Auch mit dem Bokken wurde geübt: bewusst nahe an den bekannten Kihons, um die Prinzipien klar und wiederholbar zu halten.
Die meisten Teilnehmer übernachteten auf dem Campingplatz „Le lac noir“. Drei Wohnwagen, ein Wohnmobil ansonsten Zelte, dazu zwei Hunde und eine Altersspanne der Teilnehmer zwischen etwa 30 und 65 Jahren prägten das Bild. Die Lehrer und weitere Teilnehmer wohnten in einem Chalais nahe des Col de Feu, wo die Temperaturen spürbar niedriger waren als unten am See. Die Nachmittage standen zur freien Verfügung: Einige gingen im Genfer See baden oder erledigten die notwendigen Einkäufe für den Alltag. Es wurden Hundespaziergänge gemacht und man schlenderte auch durch die engen Gassen der mittelalterlichen Stadt Yvoire, kaufte Souvenirs und aß am Hafen ein leckeres Eis.
An mehreren Abenden ergaben sich gemeinsame Essen: auf dem Campingplatz sowie in einem Restaurant am Hafen von Thonon - dort wird „Filet de Perche“ als lokale Spezialität serviert. Die gemeinsamen Abende bildeten einen Rahmen für Gespräche und Austausch außerhalb des Dojos.
Für einzelne Teilnehmer war die Woche auch ein wichtiger Schritt in ihrer Aikido-Laufbahn. Sabine legte ihre Prüfung zum Braungurt ab, Corine und Jannika wurden zum 1. Dan graduiert. Am Ende der Woche stand neben der Zufriedenheit über das intensive Training auch ein deutlicher Wermutstropfen. Der traditionelle Campingplatz „Le lac noir“, mit seinen Wiesen, Bäumen und ohne feste Parzellen, wird sehr wahrscheinlich einem Bauprojekt der Stadt weichen müssen. Viele Teilnehmer sind seit Jahrzehnten mit der Besitzerin, Mme. Mercedes Carrier, befreundet. Entsprechend war der Abschied, als klar wurde, dass dies sehr wahrscheinlich der letzte Lehrgang mit Übernachtung an diesem vertrauten Ort gewesen ist. So bleibt die Erinnerung an eine trainingsreiche Woche am Genfer See, eng verbunden mit einem Ort, der über viele Jahre hinweg Teil der Aikido-Geschichte geworden ist.
Am 20. Juni 2026 fand in Marbach am Neckar erstmals ein Aiki Taikai der 3A Deutschland statt. Die Veranstaltung brachte Aikidoka aus verschiedenen Regionen zusammen und setzte ein Zeichen für das, was die 3A Deutschland ausmacht: Begegnung, gemeinsames Lernen und den offenen Austausch über Dojo- und Vereinsgrenzen hinweg.
Die 3A Deutschland versteht sich nicht als klassischer Verband mit festen Mitgliedsstrukturen. Vielmehr verbindet sie Menschen und Aikido-Gruppen durch gemeinsame Werte, regelmäßige Lehrgänge und die Verbundenheit mit den Lehrerinnen und Lehrern der 3A. Das Aiki Taikai griff genau diesen Gedanken auf und schuf einen Rahmen, in dem unterschiedlichste Sichtweisen und Schwerpunkte des Aikido – insbesondere des Kobayashi-Aikido – miteinander geteilt werden konnten.
Eröffnet wurde der Tag von Karolin Bauer (5. Dan, Shihan Dai) mit einem gemeinsamen Eingangsritual, das alle Teilnehmenden auf einen intensiven Trainingstag einstimmte.
Anschließend begann das Herzstück des Aiki Taikai: 13 Lehrkräfte boten auf drei Trainingsflächen parallel kurze Workshops von jeweils 35 Minuten an. Dieses Format ermöglichte es den Teilnehmenden, im Laufe des Tages zahlreiche Themen kennenzulernen und unterschiedliche Unterrichtsansätze unmittelbar zu erleben.
Das Spektrum reichte von Taiso, Meguri, Ukemi und Ki-Techniken über Aiki no Jo und Schwertarbeit bis hin zu Kooperation, Flow, Beziehung, Kaeshi-Waza, Katatetori Atemi, dem Arbeiten mit zwei Schwertern sowie dem besonderen Workshop „Aikido blind“. Auch kontroverse Fragestellungen wie „Richtig oder falsch?“ fanden ihren Platz und luden zu fachlichem Austausch und zum gemeinsamen Nachdenken ein.
Zu den Lehrenden gehörten Walter Oelschläger (8. Dan, Shihan), der einen Workshop zum Thema Schwert leitete, Monika Mager (6. Dan, Shihan) mit dem Schwerpunkt Meguri sowie Udo Wichert (5. Dan, Shihan Dai) mit seinem Workshop zum Thema Flow.
Ein besonderer Höhepunkt des Tages war der Besuch von Heijo Nicolin (5. Dan, Shihan Dai), der als Ehrengast am Aiki Taikai teilnahm. Heijo Nicolin gehört zu den wenigen Aikidoka, die noch persönlich bei Meister Kobayashi trainieren konnten. In seinem Workshop vermittelte er eindrucksvoll das Prinzip des Meguri und bereicherte die Teilnehmenden mit persönlichen Erinnerungen und Erfahrungen aus dieser Zeit. Seine Einheit war entsprechend hervorragend besucht und zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll die Weitergabe gelebter Erfahrung an die jüngeren Generationen ist.
Als Zeichen der Wertschätzung überreichte die 3A Deutschland ihrem Ehrengast ein kleines Stück regionaler Gastfreundschaft: eine Tüte der bekannten Huber-Brezeln aus Erdmannhausen sowie eine Flasche Marbacher Wein – als Dank für seinen jahrzehntelangen Einsatz und seinen Besuch beim ersten Aiki Taikai.
Trotz hochsommerlicher Temperaturen zeigte sich die Karl-Nusser-Halle den ganzen Tag über als Ort der Begegnung. Die Hallentüren standen im wahrsten Sinne des Wortes weit offen – nicht nur, um etwas Abkühlung hereinzulassen, sondern auch als Einladung an alle Interessierten, die Aikido, das Kobayashi Aikido oder die Arbeit der 3A Deutschland kennenlernen wollten. Einige Besucher nutzten die Gelegenheit, spontan vorbeizuschauen, den Workshops zuzusehen und erste Eindrücke von dieser besonderen Form des Aikido zu gewinnen.
Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt. Frisches Obst und ausreichend Getränke standen den ganzen Tag über bereit. Zwischen den Workshop-Blöcken boten aufgestellte Biertischgarnituren Raum für Gespräche, zum Ausruhen und für den persönlichen Austausch. Ganz im Sinne der Idee des Aiki Taikai konnte jeder selbst entscheiden, ob er Workshop für Workshop absolvieren oder sich zwischendurch bewusst Zeit für Begegnungen und Gespräche nehmen wollte.
Gegen 16:15 Uhr endete der gemeinsame Trainingsteil auf der Matte. Anschließend packten alle gemeinsam mit an: Die Matten wurden abgebaut, die Halle aufgeräumt und die Biertischgarnituren vor die Halle gestellt. Dort ließ die Gruppe den gelungenen Tag in entspannter Atmosphäre bei gemeinsam bestellten Familienpizzen ausklingen. Erst nachdem auch die letzten Biertische wieder verladen und Halle sowie Außenbereich gemeinsam aufgeräumt waren, machten sich die letzten Teilnehmer auf den Heimweg – zufrieden, erschöpft und voller neuer Eindrücke.
Die durchweg positive Resonanz aller Teilnehmenden hat bestätigt, dass das Konzept aufgegangen ist. Die Mischung aus kurzen Workshops, vielfältigen Themen, persönlichem Austausch und einer offenen Atmosphäre wurde von allen Seiten sehr geschätzt.
Deshalb steht bereits heute fest: Das Aiki Taikai wird auch im kommenden Jahr wieder stattfinden. Vielleicht zu einer etwas gemäßigteren Jahreszeit – die außergewöhnliche Sommerhitze stellte alle Beteiligten vor zusätzliche Herausforderungen. Dem Erfolg der Veranstaltung tat dies jedoch keinen Abbruch.
Ein herzlicher Dank gilt allen Lehrerinnen und Lehrern, den zahlreichen Helferinnen und Helfern sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die diesen ersten Aiki Taikai mit Leben gefüllt haben. Gemeinsam haben sie gezeigt, was die 3A Deutschland auszeichnet: Offenheit, Begegnung, gemeinsames Lernen und die Freude daran, Aikido miteinander zu leben.
Nachdem Anfang des Monats bereits Oliver Dundiew aus Marbach seinen ersten Lehrgang in Straßburg geleitet hatte, folgte nun der fällige Gegenbesuch: Das Marbacher Dojo lud Benjamin de la Porte aus Straßburg zu einem Vereinslehrgang nach Marbach am Neckar ein.
Benjamin de la Porte trägt den 2. Dan (KAKKHR) im Aikido sowie den 1. Dan im Iaido und im Jodo. Mit seinem ersten Lehrgang in Marbach setzte sich der Austausch zwischen den Dojos konsequent fort – und genau darin liegt der eigentliche Wert solcher Vereinslehrgänge.
Denn Vereinslehrgänge erfüllen weit mehr als nur den Zweck gemeinsamen Trainings. Sie schaffen einen geschützten Rahmen, in dem Aikidoka andere Menschen, andere Dojos und andere Trainingsweisen kennenlernen können, ohne direkt in die „Anonymität“ großer überregionaler Lehrgänge geworfen zu werden. Freundschaften entstehen nicht auf Kommando. Verbindungen wachsen langsam – durch gemeinsames Üben, gegenseitigen Respekt und wiederholte Begegnungen auf der Matte.
Gerade für viele Übende ist der Schritt aus dem vertrauten Umfeld des eigenen Dojos heraus zunächst ungewohnt. Auf großen Lehrgängen trifft man oft auf zahlreiche unbekannte Menschen, unterschiedliche Dynamiken und andere Herangehensweisen an das Training. Vereinslehrgänge wie dieser bilden deshalb einen wichtigen Zwischenschritt: Sie erweitern den eigenen Horizont, bleiben dabei aber bewusst in einem überschaubaren und persönlichen Rahmen.
Der Austausch zwischen Straßburg und Marbach zeigt genau diese Entwicklung. Statt isolierter Dojos entsteht Schritt für Schritt ein lebendiges Netzwerk aus Praktizierenden, die sich kennen, miteinander trainieren und voneinander lernen.
Als Thema für seinen Lehrgang wählte Benjamin de la Porte die Arbeit mit dem Jo und insbesondere Kobayashi Jo Kata. Im Mittelpunkt standen dabei saubere Bewegungsabläufe, klare Körperarbeit und das Verständnis dafür, wie sich Prinzipien des Aikido auch über Waffenarbeit vermitteln lassen. Die Teilnehmer arbeiteten konzentriert an Struktur, Distanzgefühl und Präzision, gleichzeitig blieb genügend Raum für Austausch und gemeinsames Lernen.
Besonders auffallend war dabei Benjamins Art zu unterrichten. Gerade in komplexeren Abläufen mit mehreren Rollen und unterschiedlichen Angreifern gelang es ihm bemerkenswert präzise, die jeweiligen Aufgaben und Bewegungen verständlich auseinanderzuhalten. Er beschrieb sehr klar, wer sich wann wie bewegt, benannte die Techniken exakt und erklärte sie genau im richtigen Moment. Dadurch entstand kaum Verwirrung – selbst dann nicht, wenn mehrere Bewegungsrichtungen und Partner gleichzeitig koordiniert werden mussten.
Vor allem für Anfänger hatte diese strukturierte und ruhige Vermittlung eine besondere Qualität. Die Teilnehmer konnten den Abläufen deutlich leichter folgen und entwickelten schneller ein Verständnis für Timing, Rollenverteilung und Bewegungslogik innerhalb der Übungen. Genau diese Fähigkeit, komplexe Inhalte verständlich und präzise zu vermitteln, machte den Lehrgang in vielen Momenten besonders.
Ebenso positiv fiel die offene und ruhige Trainingsatmosphäre auf. Unterschiedliche Erfahrungsstände kamen problemlos zusammen, und genau dadurch entstand der eigentliche Geist eines solchen Lehrgangs: miteinander trainieren statt nebeneinander.
Mit dem Lehrgang von Benjamin de la Porte wurde der Austausch zwischen Straßburg und Marbach weiter vertieft. Gleichzeitig zeigte sich erneut, wie wichtig solche kleineren Begegnungen für die Entwicklung einer offenen und vernetzten Aikido-Gemeinschaft sind.
Die Einnahmen des Lehrgangs wurden zur Unterstützung des neues Dojo von Kobayashi Ryu Aikido in Japan gespendet.
Am 09.05.2026 fand in der Halle der Waldorf Schule in Ludwigsburg der Natsugeiko Lehrgang unter Leitung von Manuel Schnaible, 4. Dan Aikido, statt. Der Lehrgang richtete sich hauptsächlich an Kyu-Grade und frische Shodan. Eine große Mehrheit der Teilnehmer waren auch tatsächlich Kyu-Grade. Die Meisten kamen aus den Dojo der Umgebung aber nicht nur: ein paar kam aus Straßburg und wir durften uns über eine ziemlich große Delegation aus Tübingen freuen.
Der Natsugeiko Lehrgang ist der zweite einer Serie von vier Lehrgängen, die nach Jahreszeiten benannt wurden (Natsu bedeutet „Sommer“, Geiko bedeutet „Training“ im tieferen Sinn des Wortes im Rahmen des Budo) und den Zweck haben, solide Grundkenntnisse auf dem Weg zum Schwarzgurt zu vermitteln. Der Harugeiko Lehrgang (Haru bedeutet „Frühling“), der Erste der Serie, widmete sich dem Thema „Ukemi“ und wurde von Patrick Hannawald, 3. Dan, geleitet. Die Themen, die sich Manuel Schnaible vorgenommen hatte, waren die gefürchtete Suwari Waza Kata und, zur Abwechslung, die Jo Kihon.
Bei der Suwari Waza Kata muss man die Arbeit im Sitzen aushalten. In unserer Schule dient es dazu, die Energie aus dem Zentrum zu holen ohne von den Beinen gebrauch zu machen. Im Gegenteil zu anderen Schulen verzichten wir bewußt auf große Bewegungen mit den Beinen. Die Kata enthält die vier Grundprinzipien (Ikkyo, Nikyo, Sankyo und Yonkyo), die man in beiden Richtungen (Irimi/Omote und Ura) und auf beiden Seiten (links und rechts) ausführt. Für die Prüfung zum ersten Dan ist es erforderlich, die ganze Kata sogar in weniger als eine Minute, ausführen zu können. Nachdem die Präzision geübt wurde, sollten die Techniken auch fließend sein. Wichtig hierbei ist den passenden Uke auszuwählen, denn alle Techniken in weniger als eine Minute zu empfangen, erfordert nicht nur Beweglichkeit sondern auch eine ziemlich gute Kondition.
Eine gute Abwechslung zur Arbeit im Sitzen war die Arbeit im Stehen mit dem Jo. Bei den Jo Kihon werden die drei Grundtechniken geübt: Choku Tsuki, Kaeshi Tsuki und Furikomi Tsuki. Je nach Niveau sind zu diesen drei Techniken eine gewisse Anzahl von Erweiterungen erforderlich. Nachdem wir die Grundtechniken und die festgelegte Erweiterungen geübt hatten, durften wir kreativ, nach anderen Möglichkeiten der Erweiterung suchen.
Manuel Schnaible führte uns gekonnt durch diese Themen und gab uns wichtige Aikido-Bausteine mit auf dem Weg. Wir sind auf die nächsten Lehrgänge des Jahreszeiten Zyklus (Akigeiko am 17.10.2026 und Fuyugeiko am 15.11.2026) sehr gespannt!
Am Montag, den 04.05.2026 hat Oliver Dundiew, 2. Dan, in Straßburg seinen allerersten Aikido-Lehrgang geleitet. Das befreundete Ame no Ukihashi Dojo (ame-no-ukihashi.fr) hatte ihn zu einem Vereinslehrgang eingeladen. Dies war auch für das Dojo der allererste Vereinslehrgang. Aus den für einen Montag üblichen zwei Trainingseinheiten konnte das Dojo einen Vereinslehrgang zaubern und damit den glücklichen Umstand nutzen, dass Oliver Dundiew beruflich in der Nähe zu tun hatte.
In der 3AD sind so genannte „Vereinslehrgänge“ eine Möglichkeit, einen anderen Dojo-Leiter zu sich einzuladen und mit befreundeten Aikidoka zu trainieren. Am Lehrgang von Oliver kamen alle Aikidoka des einladenden französischen Dojo sowie einige aus dem Nachbar-Dojo in Kehl. Eine bunte Mischung aus Männer und Frauen, Jungen und Älteren, und vor allem Franzosen und Deutschen.
Bei dieser besonderen Zusammenstellung betonte Oliver Dundiew, dass man das Aikido trotz Sprachbarriere lernen kann. Wie im Handwerk (er ist vom Beruf Zimmerman) kann und soll man dadurch lernen, dass man aufmerksam zuguckt und mit dem eigenen Körper fühlt. Er berief sich auch auf seine lange Erfahrung in Frankreich, wo er in Bourg-Argental beim Aufbau des Honbu Dojo kräftig geholfen hat, bei Maître Cognard trainiert hat und so gut wie kein Wort französisch konnte.
Er hat dann konsequent den Lehrgang ohne Hilfe eines Dolmetschers geleitet. Eine schöne Erfahrung für die französischen Aikidoka. Unsere Freunde aus Kehl hatten da einen leichten Vorteil und konnten beweisen, dass Aikido eine Zusammenarbeit ist. Wir gingen durch verschiedenen Techniken mit dem Körper (Taijutsu) in Hanmi Hantachi und Tachi Waza. Dann übten wir eine Verkettung von Jo Techniken. Der Lehrgang endete mit einem Futari Kingyo Undo, eine beliebte Entspannungsübung zu zweit.
Nach dem Training, einem Dankeswort und einem schönen Furoshiki eingepacktes Geschenk an Oliver Dundiew machten sich alle langsam auf den verdienten Weg zu einem nahliegenden Restaurant und der Lehrgang endete so, traditionell mit einem gemütlichen Beisammensein und einem guten Essen.
Am 21.03.2026 fand in der großen Sporthalle in Bad Boll ein Lehrgang unter Leitung von Karoline Bauer, 5. Dan Aikido, statt, der Aikido und Aikitaiso sowie die Verbindungen zwischen beidem zum Thema hatte. Aikidoka aus Bad Boll, Eislingen, Kirchheim/Teck, Gomadingen, Tübingen, Remshalden, Karlsruhe, Kehl und dem angrenzenden Strasbourg sind der Einladung in die große Boller Sporthalle gefolgt.
Aikitaiso ist eine Form von Gymnastik und Haltungsschulung und der innere Teil der japanischen Kampfkunst Aikido. Es beinhaltet in der Schule Hirokazu Kobayashi dynamische und statische Übungen, welche Meridiane, stimulieren, die Beweglichkeit fördern und helfen, innere Blockaden oder Spannungen aufzuspüren und aufzulösen. Lehrgangsleiterin Karoline Bauer griff auf einige mehr oder weniger statische Übungen zurück, die für sich genommen recht einfach und prinzipiell auch für jeden gut machbar waren.
Durch das längere Andauern ungewohnter Haltungen und Positionen kommt jeder Praktizierende früher oder später an eine persönliche Grenze, an der die eigentliche innere Übung beginnt, weil der Komfortbereich überschritten ist und Emotionen entstehen. Karoline Bauer betonte, dass man sich zuerst fragen würde, warum man das überhaupt mache. Dann meine man, dass man die Übung nicht mehr fortsetzen könne, dass man sie nicht mehr aushalte. Das wäre ein völlig normaler Prozess, das ginge jedem so. Aber da liege normalerweise eine Verwechslung zwischen “nicht mehr wollen” und “nicht mehr können” vor. Es wäre eine Schulung des Willens, über diesen Irrtum hinauszugehen und länger durchzuhalten, auch wenn ein Aufhören natürlich jederzeit möglich wäre.
Man müsse etwas an den internen Spannungsverhältnissen oder der Haltung ändern, um die Übung länger möglich zu machen, anstatt einfach aufzugeben. Das Üben in einer Gruppe sei dabei hilfreich, denn allein würden man solche Übungen wahrscheinlich nicht machen. Nicht vor anderen aufzugeben zu wollen, wäre nach Bauers Erfahrung eine praktische Motivationshilfe, das eigentlich “nicht mehr wollen” zu überwinden.
Im Aikitaiso kommuniziert jeder Übende mit sich selbst und seinem eigenen Körper, im Aikido mit seinen Übungspartner in den Rollen von Angreifer und Angegriffenem. Die Übungen und Techniken des Aikido sind deutlich dynamischer als im Aikitaiso. Lehrgangsleiterin Karoline Bauer wies auf Haltungen des Aikitaiso hin, die auch im Verlauf von Aikidotechniken vorübergehend auftauchen und stellte damit die Verbindung her. Wenn eine Bewegung Probleme bereite, könne sie auch bewusst langsam mit Partnerunterstützung ausgeführt werden, was sich positiv auf den betroffenen Körper auswirke.
Man müsse etwas an den internen Spannungsverhältnissen oder der Haltung ändern, um die Übung länger möglich zu machen, anstatt einfach aufzugeben. Das Üben in einer Gruppe sei dabei hilfreich, denn allein würden man solche Übungen wahrscheinlich nicht machen. Nicht vor anderen aufzugeben zu wollen, wäre nach Bauers Erfahrung eine praktische Motivationshilfe, das eigentlich “nicht mehr wollen” zu überwinden.
So kehrte Karoline Bauer nach einer Lehrgangseinheit Aikitaiso wieder zu Aikidotechniken mit dem Körper und dem Bokken zurück,bei denen etwas mehr Schwung, Rollen und Fallen möglich war. Das sorgt für eine elastische Körperspannung und eine gewisse Leichtigkeit, die sich einfach gut anfühlt, was beim Aikitaiso nicht unbedingt so unmittelbar der Fall ist. Im “äußeren” Teil des Aikido wurde wieder an den kleinen Details mit der großen Wirkung gearbeitet und so manches Aha-Erlebnis stellte sich ein.
Die Teilnehmer freuten sich über den harmonischen Lehrgang, der neue Erkenntnisse erschloss, Kontakte eröffnete oder vertiefte und manchem deutschen Aikidoka ermöglichte, erfolgreich Schulfranzösischkenntnisse zu aktivieren, um die Kollegen aus dem nahen Frankreich zu unterstützen. Ganz ohne AI oder KI, dafür mit genug Aiki.
Die Boller Aikidoka bedankten sich zum Schluss bei Karoline Bauer für die gelungene Unterweisung mit einer kleinen Kiste lokaler Produkte und Spezialitäten.
Quelle:
aikido-badboll.de/sonstiges/aikido-aikitaiso-mit-karo-bauer/
Version français:
aikido-badboll.de/sonstiges/aikido-et-aikitaiso/
Die Lehrgangsserie unter dem Thema der vier japanischen Jahreszeiten 春夏秋冬(Frühling,
Sommer, Herbst und Winter) hat begonnen: Der erste Lehrgang, das
„Harugeiko“ (Frühlingstraining) von Patrick Hannawald, 3. Dan, wurde erfolgreich
durchgeführt.
Der Frühling ist die Jahreszeit, die den Neubeginn aller Dinge symbolisiert. Das Thema
dieses denkwürdigen ersten Lehrgangs war das Ukemi (Fallschule) – ein überaus wichtiges
Element im Aikido.
Am Veranstaltungsort versammelten sich nicht nur Teilnehmer aus den umliegenden Dojos,
sondern auch engagierte Praktizierende, die für die Anreise eine einfache Fahrtzeit von vier
bis fünf Stunden auf sich genommen hatten.
Zuerst wurden das Vorwärtsrollen (Zenpō-Kaiten-Ukemi), das Rückwärtsrollen (Kōhō-Kaiten-Ukemi) und das seitliche Vorwärtsrollen (Zenpō-Kaiten-Yoko-Ukemi) geübt.
Beim Training von Vorwärts- und Rückwärtsrollen bildeten die Teilnehmer Paare und
positionierten sich nebeneinander. Indem sie die Handflächen aneinanderlegten und das
Ukemi gleichzeitig ausführten, arbeiteten sie gezielt an der Verbesserung ihrer Form.
Zudem wurde das seitliche Vorwärtsrollen aus dem Kokyū-nage geübt. Hierbei lag der Fokus
darauf, das Handgelenk des Shite (Ausführender) fixiert zu halten und in der korrekten Form
des Yoko-Ukemi auf dem Boden zu landen.
Als Nächstes wurde das seitliche Fallen (Yoko-Ukemi) praktiziert.
Begonnen wurde zunächst in einer niedrigen, sitzenden Position, um ein Gefühl dafür zu
entwickeln, wie nacheinander Hand, Unterarm, Oberarm und schließlich der Rücken den
Boden berühren. Im Anschluss ging das Training dazu über, das Yoko-Ukemi dynamisch
direkt aus einer empfangenen Technik heraus auszuführen.
Darüber hinaus stand bei diesem Lehrgang auch das Üben von Koshinage (Hüftwurf) auf
dem Programm.
Koshinage ist eine Technik, bei der man dem Angriff des Partners ausweicht, ihn auf die
Hüfte lädt und wirft. Dieses Mal war es besonders wichtig, den Uke in einer stabilen Position
aufzuladen, damit dieser ein sicheres hohes Fallen (Tobi-Ukemi) ausführen kann. Daher
bestand die größte Herausforderung darin, ein Gefühl dafür zu entwickeln, den Partner in der
korrekten Hüftposition aufzuladen.
Die Teilnehmer stellten viele Fragen, um herauszufinden, wie sie die Techniken noch besser
ausführen können. Durch Ausprobieren und kontinuierliches Üben arbeiteten sie unermüdlich
daran, die verschiedenen Variationen des Ukemi zu meistern.
Das bei diesem Lehrgang Gelernte lässt sich wunderbar in das zukünftige Training in den
jeweiligen Heimatdojos integrieren.
Ein herzliches Dankeschön an Sensei Patrick für diese großartige Unterstützung!
Um 14 Uhr war es soweit: Mukuso - Stille - Meditation. Walter Oelschläger, 8. Dan, Shihan und persönlicher Schüler von unserem Stilgründer Kobayashi Sensei, 8. Dan, hat den Lehrgang eröffnet. Nur kurz einrollen, die Körper geschmeidig machen, und los geht's mit den ersten Übungen. Obwohl der Lehrgang auf fünf Stunden angesetzt ist, ist die verfügbare Zeit immer zu knapp.
Zu viele Übungen hat uns Kobayashi Sensei im Laufe seines Wirkens bis zu seinem Tod im Jahr 1998 hinterlassen. Übungen, die sich oft in ihrer Ausführung von denen der großen Aikido-Verbände unterscheiden. Keine gänzlich anderen Übungen - immerhin war Kobayashi Sensei einer der letzten persönlichen Schüler von O-Sensei - aber andere Schwerpunkte, andere Details. Dessen Erbe war reifer, weil O-Sensei reifer war. Viele ursprünglich große Bewegungen wurden kleiner, subtiler, kamen mehr aus vorgespannten, vor-rotierten Positionen (dem Meguri). So wurde es möglich, die Kräfte mehr aus dem Zentrum einzusetzen mit erheblichen Auswirkungen auf die Uke. Kobayashi Sensei hat dieses Wissen und Können aufgenommen und an seine Schüler weitergegeben. An diesem Lehrgang hat Walter wieder einmal Teile davon vermittelt.
Neben Walter kamen auch andere Zeitzeugen dazu, Übungen zu zeigen, die ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind. Die ca. 40 Teilnehmer saugten dieses Wissen auf und übten intensiv.
Zu den praktischen Übungen zeigte Walter zwischendurch immer wieder alte Bilder von Kobayshi Sensei in verschiedenen Situationen. Lernen findet nicht nur auf der Matte statt.
Mittlerweile ist viel Zeit vergangen und im letzten Jahr feierte unsere Schule "3A-Deutschland" ihr 30-jähriges Bestehen.
In den Zeiträumen ihrer Gründung bis heute entstanden unterschiedliche Symboliken von Kokusai Aikido Kenshukai, welche sich im Wandel der Zeiten ebenfalls verändert hatten. Walter hatte eine ganze Reihe Aufkleber mit diesen sich entwickelnden Symboliken an Kamiza drapiert und ließ uns damit erfahren, wie Stetigkeit bei den Prinzipien und Wandel in der Ausführung miteinander einher gehen.
Unmittelbar vor der zweiten Pause kam es zu einem aktuellen Highlight: die Verkündung der Gewinner für den besten Beitrag von Kyu-Graden zur Technik des Monats im Jubiläumsjahr 2025. "Technik des Monats" war eine Aktion, bei der fast jeden Monat eine Technik aus alten Filmen von Kobayashi Sensei gezeigt, und dann von heutigen Schülern in ihren Dojos nachgemacht wurde. Trainingssequenzen dieser Übungen aus den verschiedenen Dojos wurden von den jeweiligen Übungsleitern gefilmt und durch eine Jury unter Vorsitz von Monika Mager, 6. Dan, Shihan, begutachtet.
Ein Sonderpreis ging an das Dojo in Ludwigsburg für die kreativste Choreografie einer Übung. Der zweite Preis ging an das Dojo in Karlsruhe. Der dritte und der erste Preis gingen an das Dojo in Aichwald. Der erste Preis und der Sonderpreis waren mit Freikarten für Kyu-Grade zu einem Lehrgang aus der Jahreszeiten-Reihe, die speziell für Kyus konzipiert ist, dotiert.
Neben dem Erhalt von Erinnerungen an Kobayashi Sensei ist es unser Ziel, neue Menschen zu motivieren, die sich für Aikido begeistern.
Nur so werden wir es schaffen, das Erbe Kobayashi's in die Zukunft zu tragen, so dass sich noch viele Generationen Aikidoka an der Lehre unseres Meisters orientieren können.
Das junge Ame no Ukihashi Dojo in Straßburg veranstaltete Anfang Februar seinen ersten Lehrgang. Ein wichtiger Schritt im Leben eines Dojos!
Für diesen ersten Lehrgang, hat der Dojo-Leiter, Benjamin de la Porte (2. Dan), seinen eigenen Lehrer, Manuel Schnaible (4. Dan), eingeladen. Manuel Schnaible, der in Dezember 2025 graduiert wurde, hat so in Straßburg seinen ersten Lehrgang als 4. Dan gegeben: Einen schönen durchdachten Lehrgang, bei dem die Teilnehmer eingestimmte Aikitai und Aiki no Jo Techniken üben konnten.
Teilnehmer waren Aikido Freunde aus Bietigheim, Karlsruhe, Kehl, Marbach, Pforzheim und Tübingen. Das Team aus Straßburg war vollständig anwesend und hat die Teilnehmer ganz herzlich in der schönen Sporthalle empfangen. Obwohl einer der Schüler leicht krank war und nicht üben durfte, kam er als Zuschauer dazu, diente als Fotograf und half kräftig mit. Die Matte war schön voll und die zu dieser Jahreszeit etwas seltene Sonne hat sich eingeladen und den Raum mit einem warmen Licht durchflutet.
Dieses Treffen hat auch Anlass zu Gurtprüfungen gegeben. Eine Schülerin aus Karlsruhe, Amber hat den 5. Kyu bekommen. Aus Straßburg haben Claude, Marjorie und Jonathan die Prüfung zum 6. Kyu sowie Léo zum 4. Kyu erfolgreich bestanden.
Als Dankeschön, bekam Manuel das traditionelle Lehrgangsgeschenk, das dieses Mal auch noch nach japanischer Tradition in einem schönen Furoshiki (quadratisches Tuch) eingepackt war. Nach dem Lehrgang gingen alle zu Fuss über die Brücke und trafen sich in einem nahliegenden Kehler Restaurant für ein gemeinsames und gemütliches Abendessen.
Dieser Lehrgang war ein richtiger Erfolg und ein wichtiger Schritt für das Straßburger Dojo, das bis vor Kurzem solche Möglichkeiten nicht hatte, da die Halle am Wochenende grundsätzlich nicht genutzt werden konnte. Der Dojo-Leiter und seine Schüler freuen sich sehr, dass dies nun möglich ist. Die Einnahmen werden voraussichtlich genutzt, um eine Weichbodenmatte zu erwerben und neue Trainingsmöglichkeiten zu eröffnen.
Das 2022 gegründete Ame no Ukihashi Dojo – Strasbourg Aikido Kenshukai ist Mitglied bei der 3AKH (Académie Autonome d'Aikido Kobazashi Hirokazu - Frankreich) und bei der 3A Deutschland. Es wird von Benjamin de la Porte (2. Dan) geleitet, der aktuell sieben Schüler begleitet (vier 6. Kyu, einen 4. Kyu und zwei 3. Kyu).
Webseite: ame-no-ukihashi.fr
Instagram: ame_no_ukihashi_dojo